Der Wettbewerb „Excellence in Production“ (kurz EiP) gilt als die wichtigste Bühne für den Werkzeug- und Formenbau im deutschsprachigen Raum. Jahr für Jahr stellen Unternehmen ihre Innovationskraft, ihre Prozesse und ihre Teamstärke unter Beweis – mit dem Ziel, von einer hochkarätigen Jury ausgezeichnet zu werden.
Während die diesjährigen Teilnehmer gespannt auf die Finalistenauswahl warten, blicken wir zurück mit der OECHSLER AG, die im vergangenen Jahr den Sieg erringen konnte. Im Interview berichtet Andreas Kastner, Leiter Werkzeugneubau, wie sich der Moment des Gewinns anfühlte, welche Veränderungen die Auszeichnung angestoßen hat – und warum sich eine Teilnahme für jedes Unternehmen lohnt.
WZLforum: Herr Kastner, wie erinnern Sie sich heute an den Moment des Gewinnens und die Preisverleihung im Aachener Rathaus?
OECHSLER AG: Wir konnten es kaum fassen und waren unglaublich stolz, den Preis nach Mittelfranken mitzunehmen. Es war ein Moment, in dem die Zeit für uns stillzustehen schien. Angesichts der starken Konkurrenz war es keineswegs selbstverständlich, dass gerade wir den Sieg davontragen.
WZLforum: Und welche Wirkung hatte die Auszeichnung – intern wie extern?
OECHSLER AG: Intern war der Preis vor allem eine wertvolle Anerkennung unserer Teamleistung. Er zeigt, dass wir Theorie und Praxis erfolgreich zusammenbringen, Ideen konsequent umsetzen und mit Ausdauer ans Ziel kommen. Das hat Motivation und Zusammenhalt im Team spürbar gestärkt. Wir vertrauen einander noch mehr und haben ein klareres Verständnis dafür, wofür wir stehen und welche Standards uns leiten.
Gleichzeitig war uns von Anfang an wichtig: Wir ruhen uns nicht auf diesem Erfolg aus. Ganz im Gegenteil – aus der Position der Stärke heraus arbeiten wir seit einigen Monaten am Umbau des Werkzeugbaus bei OECHSLER. Unser Anspruch ist es, den Werkzeugbau weiterzuentwickeln und aus eigenem Antrieb sicherzustellen, dass wir auch in Zukunft zur Spitze gehören. Dabei scheuen wir auch nicht davor zurück, liebgewonnene Praxis zu hinterfragen und uns anspruchsvolle Ziele in der weiteren Verbesserung unserer wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit und Durchlaufzeit zu setzen.
Auch nach außen hat die Auszeichnung viel bewegt. Kunden und Partner sehen, dass wir nicht nur Versprechen abgeben, sondern auch konkrete Erfolge vorweisen können – das schafft Sicherheit bei neuen Projekten. Gleichzeitig stärkt der Preis unsere Positionierung als innovativer und verlässlicher Partner und grenzt uns deutlich vom Wettbewerb ab. Zudem öffnete er Türen zu neuen Kooperationen, gerade mit Kunden, die uns bisher nicht im Blick hatten.
Darüber hinaus hat die gestiegene Medienpräsenz unsere Sichtbarkeit erhöht und uns als Vorreiter im Werkzeugbau positioniert. Stakeholder reagieren seitdem offener auf unsere Ideen und Pilotprojekte, was Entscheidungsprozesse erleichtert. Insgesamt hat die Auszeichnung unser positives Image nachhaltig gefestigt.
WZLforum: Wie würden Sie das, worauf es in diesem Wettbewerb ankommt, kurz zusammenfassen?
OECHSLER AG: Intensive Vorbereitung, starker Teamgeist und den Nervenkitzel, sich gegen andere Wettbewerber zu behaupten.
WZLforum: Und was war Ihr wichtigstes Learning aus der Teilnahme?
OECHSLER AG: Klarheit und messbarer Einfluss sind entscheidend. Nur mit strukturierter Vorbereitung und klar definierten Zielen lassen sich Ideen in praktikable Ergebnisse übersetzen.
WZLforum: Haben Sie Tipps für künftige Teilnehmer?
OECHSLER AG: Erzählen Sie eine überzeugende Projekthistorie, die Ihr Unternehmen widerspiegelt – untermauert mit belastbaren Daten, Fallstudien und innovativen Lösungen. Zeigen Sie quantifizierbare Erfolge, zum Beispiel durch KPIs, ROI, Zeit- oder Kosteneinsparungen oder gesteigerte Kundenzufriedenheit. Achten Sie zudem darauf, dass Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit sichtbar werden. Und blicken Sie nach vorne: Die Jury möchte auch erfahren, welche nächsten Schritte und Visionen Ihr Unternehmen prägen werden.
WZLforum: Und zum Schluss: Würden Sie wieder teilnehmen?
OECHSLER AG: Unbedingt. Mit jeder Teilnahme wächst der Nutzen – mehr Erfahrung, bessere Prozesse und eine stärkere Marktposition. Gleichzeitig ist der Wettbewerb eine ideale Plattform, um das eigene Unternehmen nach außen zu profilieren. Wir sehen uns nicht nur als Teilnehmer, sondern als aktiven Gestalter der Branche.
WZLforum: Was für ein gelungenes Schlusswort! Haben Sie vielen Dank!
Auch in diesem Jahr findet die feierliche Preisverleihung wieder im Aachener Rathaus statt – am 12. November 2025, dem Vorabend des 24. Internationalen Werkzeugbau-Kolloquiums. Die nächste Wettbewerbsrunde startet am 1. Dezember 2025. Alle aktuellen Entwicklungen finden Sie auf der Wettbewerbshomepage. Wir drücken allen Teilnahmefirmen die Daumen.