Künstliche Intelligenz hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Schlüsseltechnologie für die industrielle Produktion entwickelt. Unternehmen nutzen KI bereits zur Datenanalyse, Prozessoptimierung oder Qualitätsüberwachung. Doch aktuell zeichnet sich eine neue Entwicklungsstufe ab: der Einsatz von KI-Agenten.
Diese sogenannten agentischen Systeme gehen über klassische KI-Anwendungen hinaus. Sie sind nicht nur in der Lage, Daten zu analysieren oder Antworten zu generieren, sondern können selbstständig Aufgaben ausführen, Entscheidungen vorbereiten und mehrere Systeme miteinander verbinden. Damit entsteht ein neues Potenzial für die Automatisierung wissensintensiver Tätigkeiten – insbesondere im Werkzeugbau.
Was sind KI-Agenten?
KI-Agenten sind intelligente Softwareprogramme, die auf Basis moderner Large Language Models (LLMs) arbeiten und zusätzlich auf Tools, Datenbanken oder Unternehmenssysteme zugreifen können. Im Gegensatz zu einfachen Chatbots können sie:
- Aufgaben planen und strukturieren
- Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenführen
- eigenständig Arbeitsschritte ausführen
- Ergebnisse bewerten und weiterverarbeiten
Durch diese Fähigkeiten entwickeln sich KI-Agenten zunehmend zu digitalen Assistenzsystemen für komplexe Unternehmensprozesse.
Warum KI-Agenten im Werkzeugbau besonders relevant sind
Der Werkzeugbau ist durch eine hohe Variantenvielfalt, komplexe Entwicklungsprozesse und eine große Menge an technischen Informationen geprägt. Viele Aufgaben sind stark wissensbasiert und erfordern die Verarbeitung unterschiedlichster Datenquellen.
Hier können KI-Agenten Unternehmen unterstützen, beispielsweise durch:
- automatisierte Analyse technischer Dokumentationen
- Unterstützung bei Angebots- und Kalkulationsprozessen
- Auswertung von Produktions- und Prozessdaten
- Bereitstellung relevanter Informationen für Konstruktion und Planung
- Automatisierung administrativer Tätigkeiten
Insbesondere bei wiederkehrenden Aufgaben oder der Verarbeitung großer Informationsmengen können agentische Systeme dazu beitragen, Zeit zu sparen und Mitarbeitende zu entlasten.
Von der KI-Anwendung zum agentischen Ökosystem
Ein weiterer Entwicklungsschritt ist die Zusammenarbeit mehrerer spezialisierter KI-Agenten innerhalb eines Systems. In sogenannten Multi-Agenten-Systemen übernimmt jeder Agent eine bestimmte Rolle innerhalb eines Workflows.
So kann beispielsweise:
- ein Agent Daten recherchieren,
- ein zweiter Agent diese analysieren,
- und ein dritter Agent Handlungsempfehlungen ableiten.
Durch diese Struktur entstehen automatisierte Prozessketten, die mehrere Schritte der Wertschöpfung abbilden können.
Für Unternehmen stellt sich dabei jedoch eine zentrale Frage: Wie lassen sich KI-Agenten sinnvoll und sicher in bestehende Produktions- und Entwicklungsprozesse integrieren?
KI-Agenten in der Praxis erleben
Wie sich agentische Systeme konkret im Werkzeugbau einsetzen lassen, zeigt der Praxiskurs
„Agentifizierung (I/II) – Einsatz von KI-Agenten im Werkzeugbau erleben“.
Der Kurs vermittelt praxisnah:
- Grundlagen der Agentifizierung
- konkrete Einsatzmöglichkeiten von KI-Agenten im Werkzeugbau
- Beispiele für automatisierte Workflows
- Strategien zur Integration in bestehende Unternehmensprozesse
Teilnehmende erhalten dabei einen Einblick, wie KI-Agenten administrative und nicht-wertschöpfende Tätigkeiten automatisieren und damit wertvolle Ressourcen freisetzen können.
Weitere Informationen zum Kurs finden Sie hier:
https://www.wzlforum.de/produkt/praxiskurs-agentifizierung-i-ii-einsatz-von-ki-agenten-im-werkzeugbau-erleben-2026-06/?mtm_campaign=BB_2503_PK_AGRNTI